Bohrinsel Jobs & Berufe 2026: 21 Offshore-Berufe aus der Praxis erklärt
Bohrinsel Berufe: Wenn du zum ersten Mal über einen Job auf einer Bohrinsel nachdenkst, hast du wahrscheinlich sofort bestimmte Bilder im Kopf.
Du siehst einen gewaltigen Bohrturm mitten im Meer. Männer in Arbeitskleidung. Kräne. Rohre. schwere Maschinen. Wind, Wellen und harte Arbeit.
Vielleicht denkst du auch an außergewöhnlich hohe Gehälter, lange Freizeitblöcke und einen Arbeitsplatz, denn nicht jeder hat.
Ich kenne diese Bilder. Aber ich kenne auch die Realität dahinter.
Bohrinsel Berufe: Ich habe rund 10.000 Stunden offshore gearbeitet. Ich war Berufstaucher, Unternehmer und viele Jahre in technischen und maritimen Projekten unterwegs. Ich habe erlebt, was es bedeutet, wenn du weit draußen auf See arbeitest und nicht einfach nach Feierabend ins Auto steigst und nach Hause fährst.
Offshore bist du Teil eines Systems. Und dieses System funktioniert nur, wenn jeder seine Aufgabe beherrscht.
Genau deshalb möchte ich dir gleich zu Beginn einen wichtigen Punkt mitgeben:
Bohrinsel Berufe: Den einen Bohrinsel-Job gibt es nicht.
Bohrinsel Berufe: Auf einer Offshore-Anlage arbeiten ganz unterschiedliche Menschen zusammen.
Mechaniker.
Elektriker.
Schweißer.
Rigger.
Kranführer.
Bohrarbeiter.
Logistiker.
Köche.
Sicherheitsfachkräfte.
medizinisches Personal.
Ingenieure.
Techniker.
Supervisoren.
Und genau darin liegt eine große Chance.
Denn vielleicht glaubst du im Moment, dass du keine Chance auf einen Offshore-Job hast, weil du noch nie auf einer Bohrinsel gearbeitet hast.
Dann stellst du möglicherweise die falsche Frage.
Die bessere Frage lautet:
Welche Fähigkeiten bringst du heute schon mit, die offshore gebraucht werden?
Genau darum geht es in diesem Artikel.
Ich zeige dir 21 typische Bohrinsel Jobs und Offshore-Berufe und erkläre dir, welche davon für Einsteiger, Facharbeiter und Quereinsteiger interessant sein können.
Bohrinsel Berufe – Warum Offshore-Arbeit anders ist als ein normaler Job an Land
An Land sind viele Dinge selbstverständlich.
Wenn dir Material fehlt, wird es bestellt.
Wenn eine Maschine ausfällt, kommt ein Servicetechniker.
Wenn jemand krank wird, fährt er zum Arzt.
Wenn deine Schicht vorbei ist, gehst du nach Hause.
Offshore funktioniert diese Welt anders.
Du bist draußen auf See.
Zwischen dir und dem Festland liegen viele Kilometer Wasser.
Material muss geplant werden.
Ersatzteile müssen vorhanden sein.
Lebensmittel müssen geliefert werden.
Technik muss funktionieren.
Sicherheitsabläufe müssen eingehalten werden.
Und wenn etwas schiefläuft, kannst du nicht einfach sagen:
„Das machen wir morgen.“
Diese Umgebung verändert die Art, wie Menschen arbeiten.
Ich habe offshore sehr schnell gelernt, dass große Worte wenig wert sind.
Entscheidend ist, ob jemand sein Handwerk versteht.
Der Mechaniker, der eine Maschine wirklich kennt.
Der Elektriker, der einen Fehler systematisch sucht.
Der Rigger, der genau weiß, wie eine Last angeschlagen wird.
Der Kranführer, der ruhig und konzentriert arbeitet.
Und der Kollege, der sagt:
„Stopp, so machen wir das nicht.“
Sicherheit ist offshore keine Theorie.
Sie gehört zum Arbeitsalltag.
Bohrinsel Berufe – Welche Berufe gibt es auf einer Bohrinsel?
Eine Bohrinsel oder Offshore-Plattform ist kein einzelner Arbeitsplatz.
Sie ist ein komplexer technischer Betrieb.
Du findest dort unter anderem:
- Bohrbetrieb
- Maschinen und Antriebe
- elektrische Anlagen
- Pumpen und Rohrsysteme
- Lager und Logistik
- Kräne und Hebetechnik
- Küche und Versorgung
- Unterkünfte
- Sicherheitssysteme
- medizinische Versorgung
- technische Überwachung
- Engineering
- Management
Deshalb solltest du deine Jobsuche nicht mit der Frage beginnen:
„Wo finde ich irgendeinen Job auf einer Bohrinsel?“
Frage lieber:
„Welche Offshore-Position passt zu meiner bisherigen Ausbildung und Erfahrung?“
Diese Frage bringt dich viel schneller weiter.
1. Roustabout – einer der bekanntesten Einstiegsjobs
Wenn du nach Bohrinsel Jobs für Quereinsteiger suchst, wirst du früher oder später auf den Begriff Roustabout stoßen.
Ein Roustabout übernimmt unterschiedliche unterstützende Arbeiten.
Dazu können Materialbewegung, Reinigungsarbeiten, Vorbereitung von Arbeitsbereichen und Unterstützung anderer Teams gehören.
Das klingt zunächst nach einem einfachen Job.
Aber genau hier entsteht ein Missverständnis.
Ein Einstiegsjob ist kein anspruchsloser Job.
Du arbeitest auf einer technischen Anlage.
Um dich herum befinden sich Maschinen, Leitungen, Kräne, Lasten, Werkzeuge und Arbeitsbereiche mit klaren Sicherheitsregeln.
Du musst aufmerksam sein.
Du musst Anweisungen verstehen.
Du musst zuverlässig sein.
Und du musst lernen, wie der Offshore-Betrieb funktioniert.
Wenn du aus Handwerk, Bau, Industrie, Montage oder Logistik kommst, kann ein solcher Einstieg grundsätzlich interessant sein.
Du bist vielleicht offshore neu.
Aber du bist deshalb nicht automatisch beruflich unerfahren.
Das ist ein wichtiger Unterschied
Ein 45-jähriger Handwerker mit 25 Jahren Berufserfahrung ist kein Anfänger.
Er ist möglicherweise nur Offshore-Einsteiger.
Diese Erfahrung solltest du in einer Bewerbung nicht verstecken.

2. Roughneck oder Floorhand – direkt am Bohrbetrieb
Der Roughneck beziehungsweise Floorhand arbeitet näher am eigentlichen Bohrgeschehen.
Hier geht es um körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten im Umfeld des Bohrbetriebs.
Rohre müssen bewegt werden.
Arbeitsabläufe müssen unterstützt werden.
Ausrüstung muss vorbereitet werden.
Dabei ist Konzentration entscheidend.
Ich habe in meiner eigenen Offshore-Zeit erlebt, wie wichtig Routine ist.
Aber ich habe auch gelernt, dass Routine niemals in Nachlässigkeit übergehen darf.
Gerade dort, wo schwere Technik im Einsatz ist, kann ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit Folgen haben.
Deshalb zählt nicht nur Kraft.
Es zählen Disziplin, Aufmerksamkeit und Teamarbeit.
3. Derrickman – wenn Erfahrung wichtiger wird
Der Derrickman ist bereits eine erfahrenere Position im Bohrteam.
Hier geht es nicht mehr nur darum, Anweisungen auszuführen.
Du brauchst Kenntnisse über Abläufe, Technik und Sicherheit.
Für jemanden, der völlig neu in der Branche ist, ist das meist keine klassische Einstiegsposition.
Aber sie zeigt dir etwas Wichtiges:
Offshore kann eine Karriere sein.
Du kannst unten anfangen.
Du kannst Erfahrung sammeln.
Du kannst dich weiterbilden.
Und du kannst Verantwortung übernehmen.
4. Assistant Driller – der nächste Schritt nach oben
Der Assistant Driller unterstützt den Driller und übernimmt mehr Verantwortung im Bohrbetrieb.
Hier zeigt sich ein typisches Muster.
Offshore belohnt Erfahrung.
Nicht nur theoretisches Wissen.
Sondern praktische Erfahrung.
Wenn du zuverlässig arbeitest, dich weiterbildest und Verantwortung übernimmst, können sich neue Möglichkeiten öffnen.
Deshalb solltest du bei deiner Jobsuche nicht ausschließlich auf das erste Gehalt schauen.
Frage dich auch:
Wo kann ich mich in drei oder fünf Jahren hinentwickeln?
5. Driller – eine zentrale Position auf der Bohranlage
Der Driller steuert und überwacht zentrale Teile des Bohrprozesses.
Hier brauchst du technische Kenntnisse, Erfahrung und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein.
Ein Driller arbeitet nicht einfach nur mit Maschinen.
Er muss Abläufe verstehen.
Er muss Abweichungen erkennen.
Er muss Entscheidungen treffen.
Und er muss mit seinem Team kommunizieren.
Für einen Quereinsteiger ist das kein realistischer Startpunkt.
Aber für jemanden, der im Bohrbetrieb Karriere machen möchte, kann es ein langfristiges Ziel sein.
6. Toolpusher und Supervisor – wenn du Menschen führst
Mit wachsender Erfahrung kommen Führungsaufgaben.
Dann geht es nicht mehr nur darum, deine eigene Arbeit richtig zu machen.
Du musst auch andere koordinieren.
Du musst Entscheidungen treffen.
Du musst Abläufe überwachen.
Du musst Verantwortung übernehmen.
Toolpusher und andere Supervisor-Positionen gehören zu dieser Ebene.
Und genau hier wird deutlich:
Offshore-Arbeit ist nicht nur körperliche Arbeit.
Es gibt echte Karrierewege.
7. Offshore-Mechaniker – ein besonders interessanter Beruf für Facharbeiter
Jetzt kommen wir zu einem Bereich, den viele deutschsprachige Bewerber unterschätzen.
Eine Offshore-Plattform ist voll mit Technik.
Pumpen.
Motoren.
Kompressoren.
Hydraulik.
Antriebe.
Ventile.
Aggregate.
Maschinen.
All diese Systeme müssen gewartet und repariert werden.
Und irgendwann fällt etwas aus.
Dann brauchst du keinen Menschen, der nur gut reden kann.
Du brauchst jemanden, der Maschinen versteht.
Wenn du als Industriemechaniker, Schlosser, Anlagenmechaniker, Mechatroniker oder Instandhalter gearbeitet hast, bringst du möglicherweise bereits wertvolle Erfahrung mit.
Vielleicht hast du noch nie offshore gearbeitet.
Aber vielleicht hast du 20 Jahre Maschinen repariert.
Dann bist du technisch kein Anfänger.
Das ist genau der Punkt, den viele Bewerber unterschätzen.
8. Offshore-Elektriker – ohne Strom geht auch offshore nichts
Eine Offshore-Anlage benötigt elektrische Energie für unzählige Systeme.
Schaltschränke.
Motoren.
Beleuchtung.
Steuerungen.
Pumpen.
Kommunikationssysteme.
Notfallsysteme.
Deshalb spielen Elektriker und Electrical Technicians eine wichtige Rolle.
Wenn du aus Elektrotechnik, Industrieelektrik oder elektrischer Instandhaltung kommst, solltest du nicht nur nach deutschen Begriffen suchen.
Nutze auch englische Jobtitel.
Zum Beispiel:
- Offshore Electrician
- Electrical Technician
- Electrical Maintenance Technician
Der internationale Offshore-Arbeitsmarkt funktioniert größtenteils auf Englisch.
Wenn du nur deutsch suchst, siehst du nur einen kleinen Teil des Marktes.
9. Instrumentation Technician – wenn Messwerte entscheidend werden
Moderne Anlagen sind voller Sensoren und Messsysteme.
Druck.
Temperatur.
Durchfluss.
Füllstände.
Positionen.
Prozesswerte.
Diese Daten müssen zuverlässig erfasst werden.
Instrumentation Technicians arbeiten an genau solchen Systemen.
Wenn du Elektroniker, Mechatroniker oder Fachmann für Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik bist, kann dieser Bereich sehr interessant sein.
Vielleicht ist dein Weg offshore also nicht der klassische „Bohrhelfer“.
Vielleicht liegt deine Chance in einem hoch spezialisierten technischen Beruf.
10. Offshore-Schweißer – Können zählt
Schweißer werden in vielen Offshore-Projekten benötigt.
Aber hier muss ich dir etwas sagen:
„Ich kann schweißen“ reicht nicht.
Arbeitgeber wollen wissen:
Welche Verfahren beherrschst du?
Welche Werkstoffe kennst du?
Welche Prüfungen hast du?
Welche Erfahrungen bringst du mit?
Hast du im Anlagenbau gearbeitet?
Im Rohrleitungsbau?
Im Stahlbau?
Je genauer du deine Fähigkeiten beschreiben kannst, desto professioneller wirkst du.
11. Rigger – Verantwortung beim Bewegen schwerer Lasten
Wenn tonnenschwere Lasten bewegt werden, brauchst du Menschen, die genau wissen, was sie tun.
Rigger sorgen dafür, dass Lasten korrekt angeschlagen und Bewegungen sicher vorbereitet werden.
Sie arbeiten eng mit Kranführern und anderen Crewmitgliedern zusammen.
Hier möchte ich dir einen Satz mitgeben, der für Offshore-Arbeit insgesamt gilt:
Professionalität bedeutet oft, dass nichts Spektakuläres passiert.
Wenn eine schwere Last sicher von A nach B bewegt wird, wirkt das von außen vielleicht unspektakulär.
Aber genau das ist gute Arbeit.

12. Offshore-Kranführer – Konzentration bei jeder Bewegung
Ein Offshore-Kranführer bewegt Lasten unter Bedingungen, die du an Land nicht immer findest.
Wind.
Seegang.
Begrenzte Arbeitsflächen.
Versorgungsschiffe.
Bewegungen des Wassers.
All das kann Hebevorgänge anspruchsvoller machen.
Deshalb zählen Erfahrung und Konzentration.
Wenn du bereits Kranführer bist, kann eine Offshore-Spezialisierung interessant sein.
Aber auch hier gilt:
Prüfe zuerst echte Stellenangebote.
Schau dir die Anforderungen an.
Und investiere erst danach in zusätzliche Qualifikationen.
13. Storekeeper und Material Coordinator – ohne Material geht nichts
Logistik ist ein Bereich, den viele Menschen vergessen.
Auf einer Offshore-Anlage kannst du nicht einfach zum Baumarkt fahren.
Wenn ein Ersatzteil fehlt, kann das ein echtes Problem sein.
Material muss geplant werden.
Teile müssen dokumentiert werden.
Lagerbestände müssen stimmen.
Nachschub muss organisiert werden.
Deshalb gibt es Berufe wie:
- Storekeeper
- Materials Coordinator
- Warehouse Technician
Wenn du aus Lager, Logistik oder Materialwirtschaft kommst, kann auch das dein Zugang zur Offshore-Branche sein.
14. Offshore-Koch – eine wichtige Aufgabe an Bord
Eine Crew arbeitet nur dann gut, wenn sie auch ordentlich versorgt wird.
Ein Offshore-Koch trägt deshalb mehr Verantwortung, als viele denken.
Viele Menschen müssen täglich verpflegt werden.
Vorräte müssen geplant werden.
Arbeitszeiten müssen berücksichtigt werden.
Hygiene muss stimmen.
Und du arbeitest nicht in einem Restaurant mitten in der Stadt.
Du bist Teil einer Offshore-Crew.
Für erfahrene Köche kann dieser Bereich eine spannende berufliche Alternative sein.
15. Catering – Chancen für Quereinsteiger
Nicht jeder Offshore-Job ist technisch.
Auch Catering- und Servicepersonal wird benötigt.
Für manche Quereinsteiger kann das eine realistischere Einstiegsmöglichkeit sein.
Aber auch hier gilt:
Offshore bleibt offshore.
Sicherheitsregeln gelten für alle.
Egal ob du am Bohrturm arbeitest oder in der Küche.
16. Housekeeping und Reinigung
Viele Menschen denken bei Offshore nur an Technik.
Aber wo Menschen wohnen und arbeiten, müssen Räume sauber gehalten werden.
Kabinen.
Sanitärräume.
Gemeinschaftsbereiche.
Küchenbereiche.
Auch Housekeeping gehört deshalb zum Alltag offshore.
Diese Jobs stehen nicht im Mittelpunkt eines Werbevideos.
Aber sie sind wichtig.
Das gilt übrigens für viele Berufe:
Die Menschen, die einen Betrieb am Laufen halten, stehen nicht immer vorne im Rampenlicht.
17. Offshore Medic – medizinische Hilfe weit draußen auf See
Wenn du mitten auf See arbeitest, ist der nächste Arzt nicht wenige Minuten entfernt.
Deshalb gibt es medizinisches Personal auf Offshore-Anlagen.
Offshore Medics müssen qualifiziert sein und je nach Einsatz zusätzliche Anforderungen erfüllen.
Das ist kein klassischer Quereinsteigerberuf.
Für medizinisches Fachpersonal kann es aber eine interessante Spezialisierung sein.
18. HSE – Sicherheit ist kein Nebenjob
HSE steht für Health, Safety & Environment.
Gesundheit.
Sicherheit.
Umwelt.
Offshore sind diese Themen zentral.
In meiner eigenen Zeit draußen auf See habe ich sehr schnell verstanden, dass Sicherheit niemals nur Papier sein darf.
Wenn schwere Maschinen, Energie, Wetter und Menschen zusammenkommen, musst du Risiken ernst nehmen.
HSE-Fachkräfte helfen dabei, Arbeitsabläufe sicher zu gestalten, Regeln umzusetzen und Mitarbeiter zu schulen.
Wenn du bereits aus Arbeitssicherheit, Industrie, Anlagenbau oder Energie kommst, kann dieser Bereich interessant sein.
19. Helideck-Crew – ein Beruf, den es an Land kaum gibt
Viele Offshore-Anlagen werden mit dem Hubschrauber erreicht.
Dadurch entstehen spezielle Aufgaben rund um den Helikopterbetrieb.
Ankunft.
Abflug.
Sicherheitsbereiche.
Kommunikation.
Notfallbereitschaft.
Die Helideck-Crew sorgt dafür, dass diese Abläufe sicher funktionieren.
Allein dieser Beruf zeigt, wie vielfältig Offshore-Arbeit wirklich ist.
20. Offshore-Ingenieur – Hightech mitten auf dem Meer
Hinter einer Bohrinsel steckt weit mehr Technik, als viele Menschen vermuten.
Maschinenbau.
Elektrotechnik.
Verfahrenstechnik.
Subsea-Technik.
Automatisierung.
Strukturtechnik.
Asset Integrity.
Projektmanagement.
Ingenieure und technische Spezialisten werden in vielen Bereichen gebraucht.
Wenn du Ingenieur bist, solltest du nicht nur nach dem Begriff „Bohrinsel Ingenieur“ suchen.
Suche nach deinem Fachgebiet.
Und suche international.
21. Offshore Manager und Supervisor
Mit wachsender Verantwortung verlagert sich deine Aufgabe.
Du arbeitest nicht mehr nur selbst.
Du koordinierst andere.
Du planst.
Du entscheidest.
Du führst.
Du trägst Verantwortung für Personal, Technik und Arbeitsabläufe.
Solche Positionen zeigen:
Ein Offshore-Job kann ein Einstieg sein.
Aber daraus kann eine langfristige Karriere werden.
Bohrinsel Berufe: Bohrinsel Jobs für Quereinsteiger – hast du wirklich eine Chance?
Ja, grundsätzlich kann es Möglichkeiten geben.
Aber du solltest den Begriff Quereinsteiger richtig verstehen.
Quereinsteiger bedeutet nicht automatisch:
keine Ausbildung.
keine Erfahrung.
keine Qualifikation.
Vielleicht bist du Offshore-Quereinsteiger.
Aber du bist seit 20 Jahren Elektriker.
Oder Mechaniker.
Oder Schweißer.
Oder Koch.
Oder Logistiker.
Dann bringst du bereits etwas mit.
Und genau das musst du sichtbar machen.
Sage nicht nur:
„Ich habe keine Offshore-Erfahrung.“
Sage dir stattdessen:
„Welche meiner bisherigen Fähigkeiten sind offshore wertvoll?“
Das verändert deine gesamte Bewerbung.
Bohrinsel Berufe: Mit 40 oder 50 noch auf eine Bohrinsel?
Diese Frage bekomme ich immer wieder.
Viele denken:
„Dafür bin ich zu alt.“
So einfach ist es nicht.
Natürlich musst du für die konkrete Tätigkeit gesundheitlich geeignet sein.
Natürlich spielt körperliche Belastbarkeit eine Rolle.
Aber Erfahrung hat ebenfalls einen Wert.
Wenn du seit 25 Jahren industrielle Maschinen reparierst, dann ist diese Erfahrung nicht plötzlich wertlos, nur weil du bisher nicht offshore warst.
Du musst realistisch prüfen:
Welche Position passt zu mir?
Wie körperlich ist der Job?
Welche Fähigkeiten bringe ich mit?
Welche Qualifikationen fehlen mir?
Nicht jeder muss auf dem Drill Floor arbeiten.
Es gibt viele technische, logistische und organisatorische Positionen.
Bohrinsel Berufe: BOSIET und HUET – was du wissen solltest
Wenn du dich mit Offshore-Jobs beschäftigst, wirst du schnell auf Begriffe wie BOSIET und HUET stoßen.
Diese Trainings beschäftigen sich mit Offshore-Sicherheit und Notfallsituationen.
Dazu können je nach Training Themen wie Sea Survival, Brandbekämpfung, Erste Hilfe und Hubschraubernotfälle gehören.
Wichtig ist mir aber ein anderer Punkt.
Bohrinsel Berufe: Buche nicht einfach auf Verdacht teure Kurse.
Gehe systematisch vor.
Suche echte Stellenangebote.
Prüfe die Anforderungen.
Vergleiche verschiedene Arbeitgeber.
Kläre, welche Zertifikate für deine Zielposition und Zielregion erforderlich sind.
Und investiere dann gezielt.
Nicht umgekehrt.

Bohrinsel Berufe: So würde ich heute einen Offshore-Job suchen
Wenn ich heute neu anfangen müsste, würde ich nicht als Erstes 100 Bewerbungen verschicken.
Ich würde mich an einen Tisch setzen.
Ich würde meinen Lebenslauf nehmen.
Und dann würde ich mir folgende Fragen stellen:
Was kann ich wirklich?
Welche Maschinen kenne ich?
Welche technischen Systeme verstehe ich?
Welche Verantwortung hatte ich?
Habe ich Schichterfahrung?
Habe ich im Ausland gearbeitet?
Wie gut ist mein Englisch?
Welche Sicherheitsausbildungen habe ich?
Welche Zertifikate kann ich nachweisen?
Danach würde ich drei Zielberufe auswählen.
Nicht 15.
Nicht 20.
Drei.
Dann würde ich die englischen Berufsbezeichnungen dazu suchen.
Und anschließend würde ich Stellenanzeigen analysieren.
Mein Tipp
Sammle 20 bis 30 echte Stellenangebote für deine Zielposition.
Notiere:
- Arbeitgeber
- Land
- Position
- Ausbildung
- Erfahrung
- Zertifikate
- Sprachkenntnisse
- Sicherheitsanforderungen
- Bewerbungsweg
Nach einigen Anzeigen wirst du Muster erkennen.
Dann weißt du, was Arbeitgeber wirklich suchen.
Was verdient man auf einer Bohrinsel?
Kaum ein Thema zieht so viele übertriebene Aussagen an.
„10.000 Euro im Monat.“
„Nur zwei Wochen arbeiten.“
„Jeder verdient offshore ein Vermögen.“
Solche Aussagen bringen Klicks.
Aber sie helfen dir nicht weiter.
Es gibt kein einheitliches Bohrinsel-Gehalt.
Die Vergütung hängt ab von:
- Beruf
- Qualifikation
- Erfahrung
- Arbeitgeber
- Einsatzgebiet
- Vertragsart
- Schichtmodell
- Zulagen
- steuerlicher Situation
Ein Koch verdient nicht automatisch dasselbe wie ein erfahrener Driller.
Ein Roustabout nicht dasselbe wie ein Ingenieur.
Deshalb lautet die bessere Frage:
Was verdient jemand in genau meiner Zielposition in genau meiner Zielregion?
Dann bekommst du brauchbare Informationen.
Vorsicht vor unseriösen Jobangeboten
Offshore-Jobs wirken attraktiv.
Das wissen auch Betrüger.
Sei deshalb vorsichtig, wenn dir jemand plötzlich einen extrem gut bezahlten Job garantiert.
Vor allem, wenn vorher Geld verlangt wird.
Zum Beispiel für:
Visa.
Vermittlungsgebühren.
Versicherungen.
angebliche Sicherheitsprüfungen.
Dokumente.
Prüfe immer:
Gibt es das Unternehmen wirklich?
Stimmt die Domain?
Existiert der Ansprechpartner?
Ist die Stelle auf der offiziellen Unternehmensseite ausgeschrieben?
Passt die E-Mail-Adresse zum Unternehmen?
Und vor allem:
Lass dich nicht von einer großen Gehaltszahl dazu bringen, deinen gesunden Menschenverstand auszuschalten.
Was ich dir aus rund 10.000 Offshore-Stunden mitgeben möchte
Wenn ich meine gesamte Offshore-Erfahrung auf einen Gedanken reduzieren müsste, dann wäre es dieser:
Draußen zählt, was du kannst und ob man sich auf dich verlassen kann.
Natürlich brauchst du Qualifikationen.
Natürlich brauchst du bei vielen Jobs Zertifikate.
Natürlich gibt es medizinische Anforderungen.
Aber ein Zertifikat allein macht noch keinen guten Offshore-Mitarbeiter.
Du arbeitest mit Menschen.
Du bist Teil einer Mannschaft.
Wenn etwas schwierig wird, müssen andere sich auf dich verlassen können.
Und du musst dich auf sie verlassen können.
Deshalb glaube ich, dass viele erfahrene Facharbeiter ihre Möglichkeiten unterschätzen.
Sie sagen:
„Ich war noch nie offshore.“
Ich würde lieber fragen:
„Was hast du in den letzten 10, 20 oder 30 Jahren gelernt, das offshore gebraucht werden könnte?“
Vielleicht liegt genau dort dein Weg.
Dein nächster Schritt beginnt nicht auf der Bohrinsel
Er beginnt heute.
Nicht im Hubschrauber.
Nicht auf dem Drill Floor.
Nicht mitten in der Nordsee.
Sondern an deinem Schreibtisch.
Nimm deinen Lebenslauf.
Schreibe deine fünf wichtigsten beruflichen Fähigkeiten auf.
Ordne ihnen mögliche Offshore-Berufe zu.
Suche nach internationalen Stellenanzeigen.
Vergleiche die Anforderungen.
Finde heraus, was dir fehlt.
Und dann arbeite diese Punkte systematisch ab.
Dann hast du nicht mehr nur einen Wunsch.
Dann hast du einen Plan.
Du willst deinen Einstieg in die Offshore-Welt systematisch vorbereiten?
Genau dafür habe ich Bohrinsel-Jobs.com aufgebaut.
Ich möchte dir keine unrealistischen Versprechen machen.
Ich möchte dir zeigen, wie die Offshore-Branche funktioniert, welche Berufe es gibt und wie du dich gezielt vorbereiten kannst.
Auf Bohrinsel-Jobs.com findest du weitere Informationen zu Offshore-Berufen, Voraussetzungen, Bewerbung, Quereinstieg und Karriere.
Außerdem findest du dort meine Fachbücher und weiterführende Informationen für alle, die sich intensiver mit dem Einstieg in die Offshore-Welt beschäftigen möchten.
Meine Bücher gehen dort weiter, wo ein einzelner Blogartikel zwangsläufig aufhören muss.
Denn am Ende entscheidet nicht, wie lange du von einem Offshore-Job träumst.
Entscheidend ist, was du als Nächstes dafür tust?
Weiterführende Informationen und seriöse Quellen
- OPITO – Safety & Skills Standards (u. a. BOSIET/HUET/FOET)
- OEUK (ehemals Oil & Gas UK) – Medical Guidelines
- Petroleum Safety Authority Norway (PSA) – Regelwerk & Leitlinien
- Bureau of Safety and Environmental Enforcement (BSEE, USA) – Safety Alerts
- NOPSEMA (Australien) – Guidance & Safety Publications
- UK Civil Aviation Authority – Offshore Helicopter Safety
- International Association of Oil & Gas Producers (IOGP) – Safety Publications
- Welche Qualifikationen braucht man, um auf einer Bohrinsel zu arbeiten?
- FMTC Safety is the premier safety training center for Offshore training (OPITO & NOGEPA), Wind training (GWO), Maritime training (STCW), and Industry training.
